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Teenager entwickelt Aufkleber, der globale Wasserprobleme lösen kann

Teenager entwickelt Aufkleber, der globale Wasserprobleme lösen kann

Heutzutage nutzen mehr als vier Millionen Menschen Sonnenlicht, um ihr Wasser zu desinfizieren, aber bis vor kurzem gab es keinen einfachen Weg zu wissen, wie viel Sonnenlicht erforderlich ist. Macinley Butson, die Gewinnerin des diesjährigen Stockholm Junior Water Prize, hat einen Aufkleber entwickelt, der die Farbe wechselt, sobald genug UV-Licht zum Abtöten von Pathogenen aufgenommen wurde. Die Erfindung hat das Potential, den Zugang zu sauberem Wasser für Millionen von Menschen einfacher und sicherer zu machen.

„Das Problem ist, dass die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation derzeit auf Zeitangaben basieren“, erklärt Macinley. „Laut WHO soll das Wasser über den Zeitraum von vier bis 48 Stunden dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, was, wie Sie sich vorstellen können, eine sehr große Spanne mit hohem Fehlerpotential darstellt. Die UV-Exposition wird durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst, z. B. wo auf der Welt und auf welcher Höhe sich die Person befindet, ob es sonnig oder bewölkt ist und welche Jahreszeit herrscht.“

Macinleys Erfindung, die den Namen SODIS Sticker trägt, wird auf oder in der Nähe von mit Wasser gefüllten PET-Flaschen angebracht, um genau zu messen, wie viel UV-Licht aufgenommen wurde. Wenn der Aufkleber die Farbe von Grün auf Dunkelblau wechselt, ist das Wasser gebrauchsbereit. Der Aufkleber kostet weniger als ein US-Cent in der Produktion.

„Mein Interesse für Wasser begann in der neunten Klasse im Geographieunterricht“, erzählt Macinley. „Die globalen Wasserprobleme sind zwar allgemein bekannt, aber erst als ich begann, mich näher damit auseinanderzusetzen, wurde mir das wahre Ausmaß der Krise bewusst, der wir gegenüberstehen. Dies inspirierte mich, mein starkes Interesse für Naturwissenschaften, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik zu nutzen, um zu versuchen, meinen Beitrag für die Menschheit zu leisten.“

Macinley, eine 18-jährige Australierin, erfindet bereits seit ihrem sechsten Lebensjahr Dinge. 

„Es macht mir Spaß, Probleme zu lösen, die ich in meinem Umfeld sehe, und ich muss zugeben, dass mein erstes Projekt etwas eigennützig war“, erklärt sie. „Als Kind hatte ich diesen – wie ich heute finde –merkwürdigen Faible für Sonnenbrillen. Ich glaube ich besaß im Alter von sechs Jahren an die 15 Paar, und irgendwann hatte meine Mutter genug und erklärte mir, dass sie mir keine weiteren Sonnenbrillen mehr kaufen würde, da das Geld schließlich nicht auf Bäumen wächst. Darauf entgegnete ich ihr – ich war zu dieser Zeit sehr selbstbewusst – „Ok, wenn du mir keine kaufst, dann mache ich mir eben selbst welche!“ Und genau das habe ich getan.“

Die Sonnenbrille der sechsjährigen Macinley hatte eine zusätzliche Finesse. Durch zwei bewegliche Polarisatoren, die sie mit Magneten an der Vorderseite der Sonnenbrille befestigt hatte, konnten die Gläser dunkler oder heller gemacht werden. Seit dieser Zeit hat die junge Australierin zahlreiche Dinge entwickelt, u. a. ein Schutzschild für Krebspatienten, die eine Strahlentherapie erhalten, einen Applikator, der das Verabreichen von Medizin an Kinder erleichtert sowie Projekte zur Verbesserung der Effizienz von Solarkollektoren und zum Schutz von Gärten ohne den Einsatz von Pestiziden.

„Jedes dieser Projekte wurde durch etwas inspiriert, das entweder mir selbst oder in meiner Umgebung passiert ist“, erklärt Macinley. „Mein Ansatz war immer, zu versuchen, zumindest einige Aspekte des jeweiligen Problems zu lösen.“

Dies ist das zweite Mal, dass Macinley beim Stockholm Junior Water Prize zu den Finalisten gehört. Sie gewann den australischen Wettbewerb 2017 für eine eigenständige Wasseraufbereitungseinheit. Die Einheit ist in der Lage, mithilfe von Sonnenenergie Wasser auf Trinkwasserqualität zu filtern und medizinisch steriles Wasser zu produzieren und ist so kompakt wie ein IKEA-Paket. 

„Es spielt keine Rolle, wer man ist, wo man lebt, aus welchem Land man stammt oder welche Sprache man spricht, Wasser ist ein Aspekt des Lebens, der uns alle angeht“, fährt Macinley fort. „Wir müssen zusammenarbeiten und versuchen, das Problem zu lösen.“

Macinley plant, Maschinenbau zu studieren und ihre Aufkleber-Erfindung auf den Markt zu bringen. 

„Vor allem möchte ich, dass der Aufkleber erhältlich ist und eingesetzt wird“, erklärt sie. „Ich möchte sehen, dass er den Menschen hilft, für die ich dieses Projekt entwickelt habe. Während des Projekts stieß ich immer wieder auf Schwierigkeiten, und manchmal hatte ich Zweifel, ob es mir gelingen würde, meine Idee umzusetzen, aber ich gab nicht auf. Wenn ich jetzt zurückschaue und mir klar wird, dass mein Aufkleber wirklich etwas bewirken könnte, macht mich das sehr glücklich und optimistisch.“

Fakten zum Stockholm Junior Water Prize
Der Stockholm Junior Water Prize wird jedes Jahr an Schüler im Alter von 15 und 20 Jahren für mit Wasser in Verbindung stehende Projekte vergeben, die aus wissenschaftlicher, sozialer und technischer Sicht sowie für die Erhaltung der Umwelt von Bedeutung sind. Xylem ist seit der Stiftung des Preises 1997 dessen globaler Sponsor. 2019 kämpften die Gewinner aus 35 Ländern um den Preis, der von einer internationalen Jury von Fachleuten und Wissenschaftlern aus dem Bereich Wasser vergeben wird.